Album 2014

by Stand Der Dinge

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released November 25, 2014

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Stand Der Dinge Giessen, Germany

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Track Name: Zerstörung des Ichs
Und alles dreht sich um Zahlen
Um das was du leisten kannst
Die Mühlen dieses Irrsinns mahlen
Ein Leben das du eigentlich verdammst

Doch du führst es doch
Weil du den Mut nicht hast
Doch sie brechen, die Sprossen der Leiter
Auf deinen Schultern diese Last

Die selbstgewaehlte
Zerstörung des Ichs
Schreitet voran

Lauf. Marschier. Stell keine Fragen
Funktionier, hör auf das was sie sagen
Lauf. Marschier. Stell keine Fragen
Niemals!
Track Name: Jeder Schritt
Wenn du wieder wach wirst
Mitten in der Nacht
Dich die Angst zerfrisst
Und du mal wieder - Kein Auge zumachst

Was heißt „Weiter machen“
Was heißt „Vorwärts gehen“
Du hörst die Balken krachen
Auf denen Fundamente stehen

Und wenn der Morgen kommt
Und du im Bett liegen bleibst
Und wenn der Morgen kommt
Und du einfach nicht weiter weißt

Dann musst du verstehen
Du kannst nur den einen Weg gehen

Aufgeben kann jeder
Rückzug fällt auch nicht schwer
Doch jeder Schritt überwindet Meter
Und jeder Schritt ist einer mehr
Track Name: Wenn es wieder brennt
Gefoltert, Vertrieben, ihrer Heimat beraubt
Hierhergekomen, weil man noch an Menschlichkeit glaubt
Empfangen wie Tiere, in Ghettos gesteckt
Wie gern ihr sehen würdet wie jeder einzelne verreckt

Während Kant und Lessing sich im Grabe drehen
Wollt ihr die Heime brennen sehen
Siebzig Jahre und kein bisschen schlauer
Wir reißen sie nieder, eure marode Mauer

Ich kann diese Scheiße nicht mehr hören
Zuerst ihr? Weil es euch ja ach so schlecht geht?
Und weil sie ja im Viertel stören?

Ein Deutschland das sich im Kreise dreht

Und wenn es wieder brennt
wird wieder gejubelt
Und am Ende
war niemand Täter
"Schutzreaktion"
"Verteidigung"
Eure Schuld
erkennt ihr später
Track Name: Dystopie
Ein Dystopie wird zur Realität
Langsam schleichend doch beständig
Dystpie... Realität

Wir scheinen blind
Und sind innen bereits hohl

Wisst ihr noch wer wir sind?
Wisst ihr was uns droht?

Keime der Angst, gesät auf den Feldern unsere Verstandes
Und Sicherheit als Fassade

Schlösser werden brennen

Doch eure letzten Bastionen reißen wir nieder
Und eure Schlösser werden brennen
Unsere Füße überschreiten Grenzen
Aus dem Nichts entsteht ein Aufstand
Track Name: Gen Westen (Teil 1)
Weite Wege - Leere Straßen
Trübe Lichter, die verblassen
Was sind schon tausend Schritte
Wenn der Weg unendlich scheint

Wenn der Weg das Ziel ist, ist das Ziel die Qual
Track Name: Gen Westen (Teil 2)
Der Westen vor meinen Füßen
Die Abendsonne im Gesicht
Wollte auch den Morgen grüßen
Und mit ihm neues Licht

Trunken vor Hoffnung
Nüchtern aufgrund der Einsicht
Verstoßen durch Veleumdung
Doch dass diese Chance verlischt
...Akzeptierte ich nicht

Doch es kommt wie es kommt
Einst klare Bilder
...Verschwimmen
...Verschwinden
...Verrinnen
...Versinken
Track Name: Gen Westen (Teil 3)
Vorm Horizont blieb ich stehen
Habe den Westen nie erreicht
Musste schmerzhaft einsehen
dass die Sonne sich im Westen
... Mit dem Meer vereint....

Dass die Sonne
Sich im Westen
Ewiglich
Mit dem Meer vereint
Track Name: Leere Gesichter
Er meldet sich
Das ist er gewohnt
Die Kinder ausgegrenzt,
leiden am Hohn
Er will doch nur ... Vater sein

Er legt ihnen alles offen
Von Verachtung tief getroffen
Ihre starren Blicke, reglose Mienen
Stumme Maschinen, die fraglos dienen

Es ist ein Punkt erreicht
An dem er nicht weiter weiß
Ein gebücktes Leben
Das ihn in Teile reißt

Und schon wieder stellt er die Fragen
Die ihn quaelen, an ihm Nagem
Im Kampf
Im Schmerz
Im Hass
Im Leid
Ein Schritt zurück
In die Vergangenheit
Track Name: Nach all dem
Womit hat ein Mensch das verdient
Hab leere Waende totgestarrt
Nichtbeachtung schmerzt so tief
Zu lange allein verharrt

Nach all dem was war
Nach all dem was ich tat

Gewissheit scheint so fern
Nicht zu greifen
Leuchtet wie ein Stern
Wunderschön doch viel zu fern

Versuch sie zu greifen
Doch ich falle ins Nichts
Versuch zu begreifen
doch ich schaff es nicht

Ein langer Aufstieg, ein schneller Fall
Ein Aufschlag ohne Klang

Gewissheit scheint so fern...
Track Name: Beiß die Hand
Die grauen Hallen mit ihren grauen Wänden
bringen dir Wunden im Kopf und Wunden an den Händen
Jeden Tag, jeden Monat,
Der tägliche Kampf, die tägliche Qual

Von Geburt an frei
Alle sind gleich, das lernen wir
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm
Denn ein armer Sohn wird ein armer Mann

Beiß in die Hand

Beiß in die Hand die dich zähmen will
Zerbrich die Fessel, die dich am Boden hält

Du siehst wie ihre Lippen sich bewegen
Doch sie produzieren nur Luft

Von Geburt an frei!!!!
Track Name: Tumor
Die Lügen so dreist,
die Bilder so falsch
Wir haben nichts erreicht,
unsere Seelen sind kalt

Die Lichter scheinen bunt und grell
Keine Pausen keine Rast,
selbst die Nächte sind hier hell
Zerbrochenes in Masken gepackt

Und es breitet sich aus
Wie ein Tumor der nicht heilbar ist
und es hält uns nur ab
von dem was wirklich wichtig ist

Und ich komm nicht zur Ruhe
Track Name: Unauffindbar
Füße im Zement
Dein Gesicht von Wellen verzerrt
Doch deutlicher als sonst
Erkennbar beim Sinken

Kräfte sammeln, auftauchen
Der Wille ist stärker als jedes Gewicht
Bringt mich an anderer Stelle
Zurück an das Sonnenlicht

Schlussstriche ziehen fällt schwer
Doch weitergehen viel mehr

Ich tret sie an, die Flucht nach vorn
Und du stößt auf verschloss'ne Ohren
Und keine Ahnung wie du weiter gehst
Doch ich weiß ich find meinen Weg

Dies ist die Flucht nach vorn

Liebe und Schmerz. Und dieser Hass
Näher beisammen als vermutet
Tausend Nadelstiche. Versenke die Nadeln
in tausend Haufen aus Heu.
Unfindbar